Project category: Multiskriptiv
Taipei Biennale
2025
Die 14. Taipei Biennale bringt Künstler:innen zusammen, die die ungelöste Anziehungskraft von Sehnsucht innerhalb Taiwans vielschichtigem historischem Gefüge nachgehen.
Kund:inTaipei Fine Arts Museum
LeistungBeratung
Strategie
Visuelle Identität
Printmedien
Posterkampagne
Banner
Katalog
Animationsdesign
HintergrundDie Taipei Biennale 2025/26 mit dem Titel Whispers on the Horizon erforscht das universelle Gefühl des Sehnens – einen unstillbaren Antrieb, der zwischen persönlicher Erinnerung und kollektiver Geschichte wirkt. Vor dem Hintergrund Taiwans vielschichtiger Geschichte von Kolonisation, Identität und Wandel entfaltet die Biennale ein Narrativ über Verlust, Zugehörigkeit und die Suche nach Selbstbestimmung. Unser visuelles Konzept übersetzt die Spannungen von Sehnsucht und Selbstbestimmung in fließende Farbverläufe, die sich wie ein wandelnder Horizont entfalten. So entstehen immer neue Bildwelten, die das Thema der Biennale visuell widerspiegeln.
Die Visuelle Identität setzt die Atmosphäre der stillen Spannung in ein klares, responsives Design um.
Ruhige Bewegungsfragmente prallen aufeinander, ordnen sich neu und verweisen auf Bruch wie Entstehung zugleich. So entfaltet sich eine experimentelle, zukunftsorientierte Energie, die die Biennale als Raum der Transformation und des spekulativen Spiels positioniert.
Typografische Kombination
Für die lateinischen Texte haben wir Exposure (205TF) ausgewählt, um eine stärkere, unverwechselbare typografische Handschrift zu schaffen, die mit den Themen der Biennale – Präzision und poetische Zerbrechlichkeit – im Einklang steht.
GenWanMin ist eine zeitgenössische taiwanesische Serifenschrift im Ming-Stil mit offenen Konturen und subtil abgerundeten Enden, die Tradition und Lesbarkeit perfekt in Einklang bringt.
Das zurückhaltende Strichgewicht und der markante Kontrast fügen sich harmonisch mit den Serifendetails von Exposure zusammen und schaffen einen stimmigen visuellen Dialog zwischen lateinischer und chinesischer Schrift.
Frauenhaus
Cocon
Das Frauenhaus Cocon bietet seit über 30 Jahren Schutz und Unterstützung für Frauen in Krisensituationen.
KundeFrauenhaus Cocon
Jahr2024 – ongoing
LeistungenWebdesign
Printdesign
Visual Identity
Aufgabe | HintergrundBei der Behandlung sensibler Themen wie sexualisierter Gewalt und emotionaler Not neigt die visuelle Kommunikation oft zu dunklen, schweren und bedrückenden Tönen. Gemeinsam mit dem Team des Frauenhauses Cocon haben wir uns jedoch bewusst für einen anderen Ansatz entschieden. Unser Konzept konzentrierte sich darauf, die Unterkunft als warmen, einladenden Zufluchtsort darzustellen.
Die Website wurde mit der Absicht gestaltet, einen sicheren, zugänglichen und stärkenden Raum für Frauen in Krisensituationen zu schaffen. Unser Hauptaugenmerk lag darauf, eine Plattform zu entwickeln, die nicht nur informativ, sondern auch von tiefem Einfühlungsvermögen geprägt ist. Wir haben sorgfältig Sicherheitsfunktionen implementiert und für eine reibungslose, intuitive Navigation gesorgt, um eine Umgebung zu schaffen, die die Kernwerte der Organisation verkörpert: Schutz, Unterstützung und Empowerment.
Websitewww.frauenhaus-cocon.de
Die Verwendung von Illustrationen ermöglicht eine weichere, universellere Darstellung und vermeidet direkte Assoziationen, die provozierend oder befremdlich wirken könnten.
Das Logo wurde sorgfältig in acht Sprachen und drei verschiedene Schriftsysteme übersetzt, um Barrierefreiheit und Inklusivität zu gewährleisten und es für Frauen aus verschiedenen sprachlichen und kulturellen Kontexten einladend zu gestalten.
Barrierefreiheit und Sicherheit stehen im Vordergrund. Die Website ist in acht Sprachen verfügbar, darunter Easy Language und Deutsche Gebärdensprache (DGS). Ein permanenter Notfallbutton gewährleistet jederzeit sofortigen Zugang zu Hilfe.
Für zusätzliche Sicherheit haben wir einen „Exit“-Button integriert. Mit einem Klick oder Fingertipp leitet die Website zu Google weiter und blockiert die Zurück-Funktion, um Spuren des Besuchs zu verhindern. Dies gewährleistet eine schnelle, diskrete Flucht in potenziell gefährlichen Situationen. Außerdem verblasst das Wortzeichen „Frauenhaus Cocon“ beim Herunterscrollen, sodass es auf den ersten Blick weniger erkennbar ist.
Bi-Scriptual
Skript ist Sprache. Sprache ist Kommunikation und Kommunikation ist der Schlüssel zu erfolgreichem interkulturellem Austausch.
Kund:inSelbst initiiert
Year
2017
LeistungenBuch
Konzept
Redaktion
Herausgeber
Organisation
HIntergrundAufgrund der Globalisierung und der zunehmenden Interaktion zwischen Ländern und Kulturen gewinnt Mehrsprachigkeit weltweit immer mehr an Bedeutung. Die Schrift, als wichtigster Träger von Informationen, steht dabei im Mittelpunkt. Designer stehen zunehmend vor der Herausforderung, Werbeplakate, Beschilderungssysteme, Bücher oder Schriftzüge zu entwerfen, die verschiedene Sprachen und zwei oder sogar mehrere Schriftsysteme mit unterschiedlichen visuellen Grundsätzen und Gewohnheiten miteinander verbinden.
Das Buch „Bi-Scriptual“ dokumentiert und diskutiert die soziokulturellen Voraussetzungen, technischen Anforderungen und praktischen Überlegungen im Bereich des multiskriptualen Designs und der multiskriptualen Typografie. Alle acht ausführlich vorgestellten Schriftsysteme werden von Experten auf diesem Gebiet beschrieben und durch Arbeitsbeispiele internationaler Designer und Studios veranschaulicht. Damit bietet „Bi-Scriptual“ einen umfassenden Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten im boomenden Bereich des Multiscript-Designs und trägt zur Förderung der internationalen Kommunikation bei.
VerlagNiggli
Website
www.bi-scriptual.com
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Designer senden klare soziale und politische Signale aus, wenn sie mit zwei oder mehr Skriptsystemen gleichzeitig arbeiten.
Unsere Aufgabe als Designer ist es, soziokulturelle Zusammenhänge zu erforschen, zu verstehen und für alle verständlich zu machen.
Schriften / Sprachen:
Arabisch, Kyrillisch, Griechisch, Hangul (Koreanisch), Hanzi (Chinesisch), Hebräisch, Devanagari (Hindi), Kanji / Hiragana / Katakana (Japanisch)
Fachtexte von: Adi Stern, Eugene Yukechev, Gerry Leonidas, Huda Smitshuijzen AbiFarès, Jeongmin Kwon, Keith Tam, Kristyan Sarkis, Lara Captan, Liron Lavi Turkenich, Mariko Takagi, Peter Biľak, Vaibhav Singh Devanagari
Alle vorgestellten Schriftsysteme werden von internationalen Expert:innen in ausführlichen Texten beschrieben. Diese behandeln Themen wie den historischen Hintergrund, die Funktionalität und Gestaltungshinweise bis hin zu zweisprachigen Ansätzen.
Das Buch enthält typografische Arbeiten von über 120 Designern:innen, darunter Guang Yu, Homa Delvaray, Ishan Khosla, Maria Doreuli, Nadine Chahine, Oded Ezer, Peter Bankov, Rikako Nagashima, Sulki And Min, Typical Organization und Wang Zhi-Hong.
Alle Kapitel sind reichhaltig illustriert mit Texten, Interviews, Künstlerstatements und Arbeitsproben von Designern und Studios aus aller Welt.
The Face that I See,
The Face that You See
Reine Poesie durch Fotografien ergänzt: ein bilingualer Diskurs und Begegnungen arabisch-deutscher Art.
Kund:inFalschrum Books
Jahr2022
LeistungenEditorial Design
HintergrundDiese Publikation ist Teil einer gemeinsamen Reihe, in der Autor:innen, Künstler:innen und Designer:innen aus dem Nahen Osten und Europa zusammenkommen. Das Ziel dieser Koproduktionen ist es, durch Übersetzungsprozesse und die Auseinandersetzung mit den kreativen Werken anderer den Dialog und die Freundschaft über nationale und sprachliche Grenzen hinweg zu fördern.
„The Face That I See, The Face That You See“ ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Dichter Tammam Hunaidy und der Fotografin Newsha Tavakolian. Auch wenn die Verbindung zwischen Tavakolians Fotos und Hunaidys Gedichten nicht offensichtlich ist, fangen beide die Essenz von Orten ein, die von jüngsten Konflikten betroffen sind. Die Publikation enthält 33 Landschaftsfotos aus Asien, Afrika und Europa, die Verbindungen zu Hunaidys Versen herstellen.
VerlagFalschrum Books
AutorenTammam Hunaidy, Catherine Cobham, Stefan Maneval
Seitenzahlen82
Größe18,5 × 26 cm
ISBN
978-3-910237-00-1
Durch die Fadenheftung lässt sich das Buch in beide Richtungen öffnen.
Die Gedichte sind so angeordnet, dass sie auf Arabisch von rechts nach links und auf Englisch von links nach rechts gelesen werden können.
Right-To-Left
Visuelle Kulturen verbinden: 160 Plakate von mehr als 40 Künstlern und Designer:innen mit unterschiedlichem soziokulturellem Hintergrund. Unser bislang größtes eigeninitiiertes Ausstellungsprojekt.
Kund:inSelbstinitiiert
Jahr2012
LeistungenVisuelle Identität
Ausstellungsdesign
Kuration
Poster Serien
Print Medien
Publikation
Ausstellungsgrafik
Webdesign
HintergrundIn Zusammenarbeit mit uqbar realisierten wir das Projekt „Right-To-Left“ – eine Ausstellung, die zeitgenössisches Grafikdesign aus der arabischen Welt und dem Iran präsentierte und von Vorträgen, Diskussionen und Workshops begleitet wurde. Die erste Ausgabe fand im November und Dezember 2012 im Studio 1 im Kunstquartier Bethanien in Berlin statt und zeigte über 160 Plakate. Zusätzlich luden wir 15 Designer:innen ein, ein exklusives Plakat eigens für die Ausstellung zu gestalten.
KurationBen Wittner and Sascha Thoma
ProgrammierungJens Buss
Papier SponsoringFedrigoni
Teilnehmende Künstler:innenMohammed Reza Abdolali, Reza Abedini, l’Atlas, Tarek Atrissi, Nadine Chahine, Shahrzad Changalvaee, Homa Delvaray, Saeed Ensafi, Eps51, Vahid Erfanian, Abou Saeed Eskandari, File Club, Farhad Fozouni, Ganzeer, Diana Hawatmeh, Aria Kasaei, Sandra Kassenaar & Bart de Baets, Damoon Khanjanzadeh, Khatt Foundation, Kareem Lotfy, Mohamed Nabil Labib, Omid Nemalhabib, Maziyar Pahlevan, Maryam Palizgir, Peyman Pourhosein, Iman Raad, Florian Schick, Mouneer Al Shaarani, Medhi Saeedi, Kristyan Sarkis, Wissam Shawkat, Rambod Vala, Yanone, Pascal Zoghbi und andere
Farhad Fozouni entwickelte für die Ausstellung im Studio 1 eine typografische Installation mit zwei Schriftarten.
Das visuelle Konzept, das wir für das Right-to-Left-Projekt entwickelt haben, basiert auf traditionellen Mustern, die in der arabischen Welt und im Iran häufig zu finden sind. Durch die Vereinfachung der Formen zu überlappenden Dreiecken wurde das Keyvisual in die Moderne übertragen. Gleichzeitig wurden die Dreiecke zu Pfeilen, die in verschiedene Richtungen zeigen.
Das Plakat wurde in den drei Größen A1, A2 und A3 gedruckt. Durch die unterschiedliche Kombination der Plakate erhielten wir vielfältige, individuelle Muster, die überall in Berlin aufgehängt wurden.
Exklusive Posterreihe
Die speziell für das Ausstellungsprojekt entwickelte Posterreihe „Right-To-Left“ umfasst Werke von 15 Künstler:innen und Designer:innen. Gemäß den Vorgaben der Projektkuratoren musste das Thema der neuen Poster „Right-To-Left“ lauten, wobei dies von allen Autor:innen frei interpretiert werden konnte. Sie setzten sich auf unterschiedlichste Weise mit dem Thema auseinander: kritisch, reflektierend, ironisch, witzig, humorvoll und politisch. Einige der neuen Plakate enthalten Verweise auf die aktuellen Revolutionen und Umbrüche im Nahen Osten; andere interpretieren das Thema wörtlich und beziehen sich auf die Schreibrichtung der arabischen und persischen Schrift sowie auf die neuesten typografischen Experimente mit Zweisprachigkeit; wieder andere enthalten Einfügungen von Gedichten und Kalligraphie und sprechen eine metaphorische Sprache, voller Verweise und Andeutungen, die es zu entdecken gilt.
Poster:
Aria Kasaei, Diana Hawatmeh, Eps51, Farhad Fozouni, File Club, Ganzeer, Homa Delvaray, Iman Raad, Kareem Lotfi, Maziyar Pahlevan, Mouneer El Sharaani, Peyman Pourhosein, Reza Abedini, Shahrzad Changalvaee, Wissam Shawkat
Impressionen
Poster der Ausstellung
Stadttheater Ingolstadt
Ein Theater heißt die Anwohner:innen willkommen in einer Zukunft voller kultureller Entdeckungen und integrativer Bürgerbeteiligung.
Kund:inStadttheater Ingolstadt
Jahr2024–fortlaufend
LeistungenKreative Direktion
Visuelle Identität
Strategie
Print Medien
Workshops
Motion Design
HintergrundMit seinem neuen Team begibt sich das Stadttheater auf eine künstlerische Reise, die den kulturellen Reichtum Ingolstadts widerspiegelt. Die mehrsprachige und mehrschriftliche Eröffnungskampagne, die Grußbotschaften in ganz Ingolstadt umfasst, verkörpert das Bekenntnis des Theaters zur Inklusivität. So fühlen sich alle Bürger:innen der Stadt repräsentiert und eingeladen, an dieser spannenden neuen Ära teilzuhaben. Die Identität des Theaters spiegelt das Gleichgewicht zwischen klassischen Traditionen und zeitgenössischem künstlerischem Ausdruck wider. Das Design dient als Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft und spiegelt das Bestreben wider, ein breites Publikum anzusprechen und gleichzeitig den kulturellen Reichtum Ingolstadts zu würdigen. Dieser Ansatz stellt sicher, dass das Stadttheater ein kulturelles Wahrzeichen bleibt und zugleich ein Zentrum für Verbindung und kreatives Wachstum in der Gemeinde ist.
LeitteamOliver Brunner
Sonja Walter
Julia Mayr
Myria Biel
Die Wortmarke des Stadttheaters Ingolstadt besteht aus der extrem kursiven Serifenschrift „Synt Turbo” von ABC Dinamo, die klassische Eleganz und Tradition mit moderner Dynamik verbindet. Damit wird der Neuanfang des Theaters markiert. Geschichte und Tradition werden in die Zukunft katapultiert – die Ausrichtung ist klar zukunftsorientiert und die ungewöhnliche Ästhetik der „turboisierten” Schrift unterstreicht den künstlerischen Aspekt des Theaters. Das Signet zeigt eine verspielte, geschwungene Form, die als „S“ – der Anfangsbuchstabe des Stadttheaters – interpretiert werden kann, aber gleichzeitig viel Raum für eigene Interpretationen lässt. Die Betrachtenden können darin eine Maske, ein Gesicht oder andere künstlerische Elemente entdecken.
Die interkulturelle Kampagne, die in 30 Sprachen und mehr als 10 Schriftsystemen gestaltet wurde, markiert den Start der neuen Saison und heißt alle Besucher:innnen im Theater willkommen.
Die Kampagne für die Saison 24/25 legt einen klaren Schwerpunkt auf das Siegel. Wir greifen die markanten Handlungsstränge der einzelnen Stücke auf und passen das Siegel optisch an.